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Die Splanemann-Siedlung

Deutschlands erste Plattenbausiedlung

Die Geschichte der industriellen Vorfertigung begann mit der Vorfertigung von Holzhäusern, gefolgt von Konstruktionen mit Gusseisen und Stahl. Vorgefertigte Elemente aus Beton erschienen schließlich am vielversprechendsten für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. In den 1920er und frühen 1930er Jahren experimentierten Architekten der Moderne weltweit mit Techniken des industrialisierten Bauens.

Erste Projekte aus geschosshohen und raumgroßen Platten gaben einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der Plattenbautechnik. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er und 1960er Jahren wurde Plattenbau im großen Stil betrieben.

1930 Plattenbaupremiere in Berlin

In Berlin veranlasste Martin Wagner, Architekt und Stadtbaurat, den Versuch einer ersten Plattenbausiedlung – beeindruckt vom System Atterbury, das Wagner bei einem Studienbesuch in den USA unter die Lupe nahm. Nach amerikanischem Vorbild wurden die Großplatten in Holzformen neben der Baustelle in Berlin-Lichtenberg gefertigt. Die dreischichtigen Platten mit Fenster- und Türöffnungen maßen 7,5 auf 3 Meter. Zehn Tage lang mussten die Bauteile aushärten, dann konnten die Maurer die über sieben Tonnen schweren Elemente mit einem Portalkran montieren. Da die Siedlung ursprünglich in Ziegelbauweise geplant war, gab es zahlreiche Probleme mit der Umsetzung der Plattentechnik. Von dem heute Splanemann-Siedlung genannten Ensemble existieren immer noch 118 der ursprünglich 138 Wohnungen.

Der Platte blieb der Durchbruch zu diesem Zeitpunkt allerdings noch versagt. „Vorfertigung und Montageprozess waren inkonsequent, die Seriengröße zu klein, die städtebauliche Lösung zu steif, der Portalkran zu unbeweglich und die Platten zu schwer“, merkte Martin Wagner selbstkritisch an. (1) Erst Mitte der 1950er Jahre hielt die Platte als tausendfach wiederholte Bauform Einzug in Osteuropa. Aber auch in der Bundesrepublik und in vielen anderen westeuropäischen Ländern entstanden in den 1960er Jahren Großsiedlungen vom Fließband.

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