Bestand zukunftsfähig machen.
Eine Investition in unsere Bestände
Unsere kontinuierlichen Bestandssanierungen tragen auch zum Erreichen der Berliner Klimaziele bei. Dabei bewegt sich unsere Nachhaltigkeitsstrategie im Spannungsfeld von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen. So liegen unsere Durchschnittsmieten bei 6,83 Euro pro Quadratmeter und damit vor allem in begehrten innerstädtischen Lagen weiterhin deutlich unter dem marktüblichen Niveau. Gesellschaftliche Verantwortung ist für uns jedoch mehr als bezahlbarer Wohnraum: Wir fördern gute Nachbarschaft, Orte der Begegnung und lebendige Quartiere.
Durch komplexe Modernisierungen, energetische Sanierungen, Gewerbeumbauten und -revitalisierungen senken wir Energiebedarfe und stellen u.a. schrittweise auf fossilfreie Energieträger um. In der Mittelfristplanung investieren wir durchschnittlich
rd. 35 €/m² jährlich in unseren Bestand. Wir haben ein Klimaschutzkonzept und einen Klimapfad entwickelt, um unseren Treibhausgas-Reduktionsverlauf aufzuzeigen. Zur Erreichung unseres Klimaschutzziels setzen wir in der Finanzierung auf grüne und soziale Kredite und übernehmen so ökologische und soziale Verantwortung zugleich.
Die WBM verzeichnet bereits einen überdurchschnittlich guten Sanierungsstand: Mehr als drei Viertel unseres Bestandes wurden bereits saniert und modernisiert.
Im Jahr 2024
Mit energetischen und komplexen Sanierungen verbessert der WBM Konzern kontinuierlich die Energieeffizienz des Gebäudebestandes und reduziert Emissionen.
In Berlin-Lankwitz konnten in einem zweiten Bauabschnitt die komplexen Baumaßnahmen in mehreren Objekten beendet werden. Neben der energetischen Sanierung dienten der Aufzugseinbau und weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit der vorrangigen Vermietung an SeniorInnen ab 55.
Zwei Gebäude in Berlin-Charlottenburg mit 65 Wohneinheiten erhielten eine komplexe Sanierung. Neben der Erneuerung der Stränge und und Einrichtung eines barrierefreien Zugangs erfolgte eine umfassende Schadstoffsanierung. Zusätzlich wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert, um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken.
290 Wohneinheiten wurden in der Almstadt-, Hirten-, Max-Beer- und Berolinastraße im Bezirk Mitte seit 2023 energetisch saniert. Im Berichtsjahr konnte der Abschluss der Arbeiten in den verbliebenen 147 Wohnungen erfolgen. Da es sich bei dem Objekt in der Max-Beer-Straße um Seniorenwohnungen handelt, wurden die Maßnahmen mit besonderer Rücksichtnahme umgesetzt.
Die energetische Sanierung der Großtafelbauwerke in der Spandauer Vorstadt erfolgte in den vergangenen Jahren programmhaft. Begonnen und abgeschlossen wurden im Berichtsjahr die Baumaßnahmen bei weiteren 252 Wohnungen in sieben Objekten.
Im Oktober 2024 erfolgte die Aufnahme von 28 Gebäuden der WBM in der Spandauer Vorstadt als Einzeldenkmale in die Denkmalliste. Das Vorgehen des WBM Konzerns, die Plattenbauten unter Beibehaltung ihrer äußeren Gestaltung zu sanieren, trug dieser Unterschutzstellung bereits Rechnung.
Im Rahmen der Energieträgerumstellung konnte im Berichtsjahr die letzte im Bestand befindliche Ölkesselanlage durch Fernwärmeversorgung ersetzt werden
Im Jahr 2023
In der Spandauer Südekumzeile wurde die Modernisierung von 648 Wohnungen der Bewoge abgeschlossen und dabei eine Steigerung der Energieeffizienz erreicht. Damit wird nach der Sanierung der CO2-Ausstoß um 50 % reduziert.
Komplexe Baumaßnahmen erfolgten auch in einem weiteren Bestandsgebäude der Bewoge in der Seydlitzstraße in Berlin-Moabit. Dabei erhielt das Gebäude mit 104 Wohnungen neben Strang-, Lüftungs- und Badsanierung eine umfassende Schadstoffbeseitigung. Gleichzeitig wurde eine Fassadeninstandsetzung mit Fensteraustausch sowie Kellerdecken- und Dachdämmung durchgeführt. Damit verbunden ist eine CO2-Einsparung von 34 %.
Für 18 Seniorenwohnungen der WBM in Berlin-Lankwitz konnte in einem ersten Bauabschnitt die komplexe Sanierung beendet werden, deren Ziel neben der Verbesserung der Energieeffizienz (Reduzierung von CO2-Emission um 13 %) vor allem die Verbesserung der Barrierefreiheit war. Für weitere 21 Wohneinheiten wird die Maßnahme im kommenden Jahr fortgesetzt.
290 Wohneinheiten der WBM wurden in der Almstadt-/Hirten-/Max-Beer-Straße energetisch saniert. Davon konnten 143 Wohneinheiten inkl. der sich hier befindlichen Seniorenwohnungen bereits im Jahr 2023 fertiggestellt werden.
Mit der Zielsetzung Barrierefreiheit vom Hauseingang bis zur Wohnungstür erfolgte die umfassende Sanierung von Aufzügen in 11 Hausaufgängen (229 Wohneinheiten)
Im Jahr 2022
Im Jahr 2022 wurden Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und wirtschaftlichen Erfordernissen zur Werterhaltung und –verbesserung der Bestandsimmobilien durchgeführt.
Die komplexe Modernisierung in einem Objekt in Berlin-Mitte stellt aufgrund besonderer Schadstoffthemen ein Pilotprojekt für weitere Maßnahmen mit ähnlichen Bedingungen dar. Die Arbeiten erfordern eine bauabschnittsweise Umsetzung der Mietenden aller 104 Wohnungen. Der für 2022 geplante Bauabschnitt konnte planmäßig umgesetzt werden.
Im Rahmen der strategischen Überlegungen zur Schadstoffbeseitigung wurden 229 Wohnungen bei komplexen Modernisierungen von Asbest befreit. Weitere 47 asbestbelastete Wohnungen konnten im Rahmen von Mieterwechseln saniert werden.
Im Zusammenhang mit dem Engagement der WBM zum Erhalt des architektonischen Erbes der ehemaligen DDR wurde im Jahr 2021 ein Pilotprojekt zur energetischen Sanierung dieser Plattenbauten realisiert. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus diesem Projekt begannen im Jahr 2022 in 189 Wohnungen energetische Sanierungen unter Erhalt der spezifischen Baukultur in verschiedenen Objekten. Fertig gestellt wurden nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen zwei großflächige Gewerbeeinheiten. Weiterhin wurde unter Einbeziehung der unteren Denkmalschutzbehörde eine Gastronomiefläche in der Poststraße 28 im beliebten Nikolaiviertel auf den aktuell technischen Stand modernisiert.
Im Jahr 2021
Als landeseigenes Wohnungsunternehmen wirtschaftet die WBM langfristig. Im Geschäftsjahr 2021 wurden mehr als 60 Millionen Euro in zukunftssichere Bestände investiert. Zudem haben wir 20.000 qm Gewerbeflächen für die Neuvermietung optimiert und instandgesetzt sowie Instandsetzungen an vermieteten Gewerbeflächen durchgeführt.
Komplexe Modernisierungen konnten in 483 Wohnungen Brunsbütteler Damm / Magistratsweg in Spandau, Leipziger Straße in Mitte und Sebastianstraße in Kreuzberg durchgeführt werden. In 423 Wohnungen in der Wallstraße in Mitte und der Tautenburger Straße in Steglitz wurden Dach- und Strangsanierungen abgeschlossen und diverse Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen erhielten 288 Wohnungen in der Torstraße und Novalisstraße in MItte sowie der Alexandrinenstraße, Oranienstraße und Lobecksttraße in Kreuzberg.
Im Rahmen der Bestandserhaltung werden vier Schwerpunkte verfolgt:
Barrierefreiheit
Mehr als 22 Prozent des Bestandes sind durch Aufzüge und Rampen barrierefrei zugänglich. Bei Bedarf werden auch Treppenhäuser umgestaltet.
Nachhaltige Baukultur
Befinden sich Sanierungsobjekte in Erhlatungs- oder Denkmalschutzgebieten, werden Arbeiten an der Gebäudehülle sensibel an die Umgebung angepasst, um das Erscheinungsbild zu wahren.
Anlagenoptimierung
In Forschungs- und Pilotpojekten mit Kooperationspartnern sammelt die WBM Erkenntnisse zur Optimierung und Digitalisierung der technischen Gebäudeausrüstung, z.B. zu klimaschonendem Heizen oder der Fernablesung von Verbrauchszählern.
Schadstoffoptimierung
Im Zuge der Instandsetzung leerstehender Wohnungen und umfangreicher Baumaßnahmen wurden bereits 379 Wohnungen von Schadstoffen befreit. Mit der Asbeststrategie "WBM 2030*" werden weitere 1.904 belastete Wohnungen saniert, um einen schadstofffreien Bestand zu erreichen.
Im Jahr 2020
Wir bauen nicht nur dringend benötigte, neue Wohnungen für kommende Generationen. Wir investieren auch in unsere Bestände, um sie zukunftsfest zu machen. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir mehr als 83 Mio. € investiert. Das sind 37 €/m². Mittlerweile sind mehr als drei Viertel unserer Wohnungen (76% bzw. 24.172) modernisiert oder saniert. Praktisch alle Wohnungen in unserem Bestand (99%) wurden pünktlich zum Jahresende mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet. Insgesamt 379 Wohnungen wurden von Schadstoffen befreit. Gleichzeitig haben wir eine Asbeststrategie WBM 2030+ erarbeitet, um die noch vorhandenen 1.969 belasteten Wohnungen schrittweise zu sanieren.
Schwerpunkte der Sanierungen lagen in Spandau, Kreuzberg und Mitte. Für 330 Wohnungen erneuerten wir die Aufzüge und 69 Bestandswohnungen wurden barrierefrei umgebaut.
LOUISE-SCHRÖDER-SIEDLUNG (SPANDAU)
In der Südekumzeile begann die komplexe Sanierung von 170 Wohnungen.
LEIPZIGER STRASSE 54/55 (MITTE)
Die Sanierung des markanten Wohnkomplexes in Mitte wurde 2020 abgeschlossen. Das angrenzende Gewerbeobjekt bauten wir als Interimsquartier für unseren Firmensitz während der Sanierungsarbeiten in der Dircksenstraße 38 um.
OTTO-SUHR-SIEDLUNG (KREUZBERG)
In der Oranienstraße haben wir für 99 Wohnungen Strangsanierung und energetische Sanierung abgeschlossen.
KARL-MARX-ALLEE (FRIEDRICHSHAIN)
Das denkmalgeschützte Objekt Karl-Marx-Allee 47-51 mit 69 Wohnungen bauten wir barrierefrei um.
ZIONSKIRCHSTRASSE (MITTE)
Bei der komplexen Sanierung eines Objekts in der Zionskirchstraße mit 35 Wohnungen entstanden vier neue Wohnungen im Dachausbau.
LINIEN-/JOACHIMSTRASSE (MITTE)
In einem Pilotprojekt zur energetischen Sanierung dieser speziellen Plattenbau-Konstruktionen setzten wir die Fassaden instand und erhielten dabei die typische Anmutung dieser als ein prägnantes Beispiel von Baukultur der 1980er Jahre.