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Quartiersentwicklung am Molkenmarkt
 

Bauen in einer ungewöhnlich prominenten Lage

Bei der Quartiersentwicklung am Molkenmarkt wird durch die Verlegung der Grunerstraße, Spandauer Straße und Stralauer Straße Platz für vier neue Baublöcke mit einer Geschossfläche von ca. 100.000 m² für Wohnen und Gewerbe geschaffen. Von diesen Blöcken wird die WBM die beiden Blöcke A und B mit einer Grundstücksfläche von knapp 12.000 m² und einer Bruttogeschossfläche von ca. 37.500 m² bebauen.

Die Projektentwicklung am Molkenmarkt zeichnet sich insbesondere durch seine in vielfacher Hinsicht ungewöhnlich prominente Lage und den daraus resultierenden hohen Anforderungen an die Quartiersentwicklung aus:

  • Der Molkenmarkt und das gesamte Klosterviertel bildet eine von städtebaulichen Barrieren (Hauptstraßenzügen, Spree, Stadtbahn) umringte, funktional vom umliegenden Stadtkörper weitgehend abgekoppelte Insel.
    Ziel ist eine der zentralen Lage entsprechende baulich als auch funktionale Re-Integration des Molkenmarkts bzw. des Klosterviertels in den umliegenden Stadtkörper.
  • In dem Bereich rund um den Molkenmarkt wurde das mittelalterliche Berlin vor ca. 800 Jahren gegründet; der Molkenmarkt war der erste und lange Zeit bedeutendste Platz der Stadt. Diesem historischen Erbe auf der Spur führt, das Landesdenkmalamt (LDA) bis ca. 2024 flächendeckende archäologische Grabungen durch. Die vom LDA als erhaltenswert eingestuften Funde werden in der zukünftigen Bebauung angemessen berücksichtigt werden.
  • Der historischen Bedeutung des Platzes folgend sind bereits im Bebauungsplan Baublöcke festgelegt, welcher sich an dem historischen Stadtgrundriss orientieren.
    Die Parzellierung der Baublöcke wird sich ebenfalls an der historischen Situation orientieren, wenngleich zeitgemäße Ansprüche an Grundrisszuschnitten, Flächengrößen und Flächeneffizienzen ebenfalls zu berücksichtigen sein werden.
  • Der Parzellierung folgend soll eine eher kleinteilige Nutzungsstruktur etabliert werden. An ausgewählten Standorten werden etwas größere Einheiten entstehen, in denen Magnetnutzungen untergebracht werden können, die für die Anziehungskraft des neuen Quartiers wichtig sind.
    Konkrete Aussagen zur geplanten Belegung insb. der gewerblichen Flächen im Erdgeschoss und den Obergeschossen können angesichts der sehr langen Projektlaufzeit noch nicht getätigt werden. Ein Schwerpunkt wird allerdings in der Ansiedlung von kulturellen Nutzungen liegen (Kulturquartier)
  • Anhand der Quartiersentwicklung soll exemplarisch dargestellt werden, wie die Klimawende in hochverdichteten Innenstädten umgesetzt werden kann. Neben der vollständigen Bewirtschaftung des Regenwassers vor Ort sollen u.a. auch die Bedürfnisse von Tieren und Pflanzen mitgedacht werden.
  • Ebenso exemplarisch soll die avisierte Mobilitätswende im Quartier umgesetzt werden. Der öffentliche Raum soll attraktiv und mit einer hohen Aufenthaltsqualität gestaltet werden. Gleichzeitig sind die Bedürfnisse des ruhenden Verkehrs (Pkw und Fahrräder) sowie die erforderliche Ver- und Entsorgung (insb. Anlieferung der Gewerbetreibenden) zu beachten.
  • Gemäß sowohl dem Selbstverständnis der WBM als auch entsprechend dem politischen Auftrag wird ein signifikanter Anteil der neuen Wohn- und Gewerberäume an wirtschaftlich nur eingeschränkt leistungsfähig Mieter vermietet werden.

    Bei dem skizzierten bunten und umfangreichen Strauß an Anforderungen auf der begrenzten Fläche sind Zielkonflikte unvermeidbar. Um diese bestmöglich und zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu lösen, hat das Land Berlin einen umfangreiche Qualifizierungsprozess gestartet, bei dem in der ersten Phase die Anforderungen und Bedürfnisse aller beteiligten Akteure zusammengetragen wurden. In der zweiten Phase werden diese Anforderungen erstmals von Architektenteams in konkrete Planungen übersetzt, die naturgemäß noch eine gewisse Unschärfe aufweisen. Gleichwohl sind aber bereits Ansätze erkennbar, wie eine zukünftige Bebauung am Molkenmarkt aussehen könnte.

In dem Ende November 2021 abgeschlossenen städtebaulichen Werkstattverfahren wurden zwei Planungen ausgewählt, die im ersten Halbjahr 2022 in einem städtebaulichem Werkstattverfahren überarbeitet und optimiert werden mit dem Ziel, eine für alle Beteiligten zufriedenstellende städtebauliche Lösung der Zielkonflikte zu finden.

Die wesentlichen Merkmale dieser Konsenslösung sollen anschließend in einer Charta verbindlich festgeschrieben werden. Diese Charta soll als Grundlage für die hieran anschließenden hochbaulichen und freiraumplanerischen Realisierungswettbewerbe dienen.

Aufgrund der zahlreichen Einflussfaktoren und vielen Projektbeteiligten kann eine belastbare Zeitschiene noch nicht erarbeitet werden.

Genauere Informationen, Bilder und Grafiken zu dem Projekt Molkenmarkt und konkret zum städtebaulichen Werkstattverfahren am Molkenmarkt sind auf der sehr lohnenden Projekt-Homepage des Landes Berlins zu finden.

Foto: Luftbild mit künftiger Straßenführung -Baufelder A + B WBM, ©SenSW

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