Kreuzberg.

Nichts ist so bunt wie Kreuzberg. Im Schatten der Mauer wuchs über Jahrzehnte ein urbanes Biotop heran, das sich bis heute erhalten hat. Der vom Krieg schwer gezeichnete Stadtteil lag am Westberliner Stadtrand, was seine Häuser und Grundstücke wenig wertvoll erscheinen ließ. mehr ›

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Das hat Kreuzberg verändert.

Ganze Blöcke verfielen, wurden entmietet oder verwahrlosten. Die Mieten waren gering. Das zog jene an, die nicht so viel Geld hatten: Studenten und Migranten. Sie zogen nach Kreuzberg, legal oder illegal, mit Mietvertrag oder als Besetzer. 

Eine eigene, kleine Welt entstand mit Treffs und Kneipen — eine Szene, die Kreative und Künstler anzog. Alsbald lohnte sich das Vermieten wieder, der Staat förderte die Stadtsanierung und gute Ideen. Kreuzberg blühte auf, vor allem bunt. 

Es gibt auch eine andere Erfolgsgeschichte von Kreuzberg: Auf jenen Trümmerfeldern, die der Krieg zwischen Moritzplatz und Kochstraße hinterlassen hatte, baute man Neues. So entstanden ab 1956 die Otto-Suhr-Siedlung und 1959 gleich daneben das Springprojekt. In den kommenden Jahrzehnten folgten die Großprojekte Mehringplatz und Böcklerpark. Diese Siedlungen reizten mit modernstem Komfort und preiswerten Mieten. Vor allem junge Familien zog es nun nach Kreuzberg, vielfach auch jene, die die einstigen Gastarbeiter gegründet hatten.

Die Buntheit der Stadt wurde zum Generator für Karrieren: Die Alternative Liste sammelte hier ihre ersten Stimmen, David Bowie ging ein und aus, der türkisch-deutsche Schriftsteller Feridun Zaimoglu hat Kreuzberg öffentlich geschmäht. Sven Regener hat in seinem Roman "Herr Lehmann" vom Schock berichtet, den der Fall der Mauer auslöste. Aus der Randlage wurde über Nacht eine attraktive Innenstadtlage.