Umzug ohne Stress.

Ratgeber Umzug. mehr ›

Scherben bringen Ärger und Glück.

Ratgeber Versicherung mehr ›

Freude aufs neue Heim.

Ratgeber Umzug. mehr ›

Mein tierisch guter Freund.

Ratgeber Haustiere. mehr ›

Heißer Tee, warme Heizung.

Ratgeber Betriebskosten. mehr ›

Urlaubszeit – Hilfezeit.

Ratgeber Nachbarschaft. mehr ›

Gemütliches Zuhause.

Ratgeber Heizen, Lueften. mehr ›

Ratgeber Haustiere.

So schnurrt auch die Katze. mehr ›

Ratgeber Heizen, Lüften.

Frischluft bringt Entspannung. mehr ›

Ratgeber Schädlinge.

Außen Teddy, innen Milbe. mehr ›

Ratgeber Umzug, Checkliste.

Umziehen leicht gemacht. mehr ›

Rechnungen können Spaß machen.

Ratgeber Betriebskosten. mehr ›

Mausefalle adé!

Ratgeber Schädlinge. mehr ›

Bitte kein Unfall im Haushalt!

Ratgeber Versicherung. mehr ›

Doppelt abschließen hält besser.

Ratgeber Sicherheit. mehr ›

Schmeckt’s noch?

Ratgeber Schädlinge. mehr ›

Laut. Oder zu laut?

Ratgeber Nachbarschaft. mehr ›

Schädlingen auf der Spur.

Unwillkommene Mitbewohner. Und wie man sie los wird.
Jeder kennt sie, niemand spricht gern über sie. Ungebetene Gäste finden immer wieder den Weg in die Wohnung und machen sich dort breit. 

Es bleibt die Frage: Woher kommen die Ameisen? Wie gelangen die Bettwanzen ins Schlafzimmer? Wie werde ich der Silberfischchen Herr? 

Viel interessanter ist allerdings, was zu tun ist, wenn die Wohnung von Schädlingen befallen ist. Wie bekomme ich die unwillkommenen Mitbewohner wieder aus meinem Heim, ohnegleich einen Kammerjäger holen zu müssen?

In unserem Ratgeber finden Sie viele Tipps, um Schädlinge, Lästlinge und Ungeziefer mit einfachen Utensilien und Haushaltsmitteln zu vertreiben und sie wirkungsvoll von Ihrem Zuhause fernzuhalten. 

 

Mäuse und Ratten

Mäuse

sind nicht sonderlich beliebt, allerdings auch nicht gefährlich. Damit sie gar nicht erst Nahrung finden, sollten alle Lebensmittel in verschlossenen Behältnissen aufbewahrt werden. Um Mäuse aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben, gibt es verschiedene Methoden:Tipps:

  • In Terpentin getränkte Lappen, welche in die Mäuselöcher gestopft werden.
  • Räume mit Terpentinöl (Terpentinölersatz) als Zusatz zum Wischwasser wischen.
  • Eine Mausefalle mit einem Köder ausgeröstetem Brot, welches mit Fett bestrichen ist oder mit einem Tropfen Rosenholzöl, aufstellen.
  • Über einen hohen Eimer ein Tuch legen mit einem Stück gerösteten Brot. Ist am nächsten Morgen die Maus im Eimer, können Sie sie aussetzen.
  • Es hilft auch, einige Pfefferminzbüschel auszulegen, Mäuse flüchten vor dem Geruch.

Ratten

In unseren Breiten kommen hauptsächlich Wanderratten vor. Man findet sie überall dort, wo ausreichend Nahrung und Verstecke vorhanden sind. Ein einziges Rattenpaar kann in einem Jahr bis zu 800 Nachkommen produzieren. Sind Ratten in der Nähe, erkennt man es daran, dass Vorräte oder Textilien angefressen wurden, es unangenehm riecht und man Nistmaterial findet.

Damit Ratten sich gar nicht erst ansiedeln, sind hygienische und saubere Verhältnisse wichtig. Nahrungs- und Futtermittel dürfen nicht zugänglich sein. Jeder sollte darauf achten, dass die Biotonne geschlossen ist. Abfallcontainer müssen abgedeckt sein und der Müll gehört in und nicht neben die Container.

Drangen die Ratten früher in die Keller vor, können sie heute über Schächte auch die oberen Etagen der Gebäude erreichen. Auch dies ist ein Grund, keine Speisereste in die Toiletten zu kippen.

Meldepflicht 

Bis 2006 gab es eine Meldepflicht für Rattenbekämpfungsfälle in Berlin. Wenn Sie Rattenbefall entdecken, sollten Sie Ihren Vermieter gleich informieren, damit dieser eine Fachfirma mit der Bekämpfung beauftragen kann.

Tauben

Verwilderte Haustauben können zu einem Problem in Städten werden. Sie leben insbesondere in Straßen, auf Plätzen und in Parks und werden heute auch als Stadttauben bezeichnet. Tauben können 20 Jahre alt werden. In Einehe lebend, vermehren sie sich vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst ohne Pause. Je nach Umweltbedingungen hat ein Taubenpaar 3-7 Bruten mit bis zu 5 Jungen.

Dachböden, Mauernischen, Brücken, Bahnhöfe und Fabrikhallen werden von Tauben gern als Brutplätze genutzt, sodass dadurch ein enger Kontakt zum Lebens- und Arbeitsbereich von Menschen möglich wird. In diese Bereiche wiederum können eine Reihe von Schädlingen und so genannte Lästlinge überwechseln, die in den Taubennestern vorkommen. Für den Menschen sind die rote Vogelmilbe, die Taubenzecke und die Larven des Speckkäfersals Überträger von allergieauslösenden Stoffen gefährlich.

Feder- und Kotstaub der Tauben sowie Zerfallprodukte der Schädlinge oder Lästlinge können ebenfalls Allergien verursachen. Aus diesem Grund sollten Tauben in Wohngebieten nicht gefüttert werden.

Schäden
Jährlich setzt eine Taube 10-12 kg Nasskot bzw. 2,5 kg Trockenkot ab. Dieser sammelt sich insbesondere an den Ruhe-, Brut- und Futterplätzen an. So hat man auf Dachböden mit offenen Dachluken Kotschichten mit einer Dicke von 30 cm und mehr gemessen.

Die von den Schwärmen produzierten Kotmengen sind nicht allein wegen ihres Geruchs ekelerregend. Sie führen durch ihren Gehalt an ätzender Harnsäure zu Gebäudeschäden und zerstören Denkmäler, sogar Metallteile. Um Tauben von Wohnhäusern fernzuhalten, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Tipps:

  • An Gesimsen, Mauervorsprüngen und Stahlträgern können vom Vermieter so genannte Spikes angebracht werden.
  • Eine weitere Möglichkeit sind Netze, die über Reklameschildern an Geschäften, Figuren, an alten Gebäuden sowie Balkonen angebracht werden. Das Netz wird an einer Randleine so straff verspannt, dass die Tauben dort nicht mehr landen können.

Fliegen und Mücken

Seine Stubenfliege hat wohl jeder in der Wohnung. Solange es nur eine ist, stört sie nicht allzu sehr. Doch sobald es mehr werden, können die Brummer recht lästig werden.

Um erst gar keine Fliegen oder Mücken in der Wohnung zu haben, empfiehlt es sich, immer nur die Fenster zu öffnen, die zur Schattenseite liegen. Oder man bedient sich handelsüblicher Fliegennetze und Fliegengitter.

Tipps:
Ein wirksames Mittel ist die altbewährte Fliegenklatsche. Hat man es aber mit zahlreichen Plagegeistern zu tun, eignen sich Klebefallen für Fenster und Türen. Eine weitere Möglichkeit ist die Abneigung gegen bestimmte Gerüche auszunutzen. Machen Sie die Herdplatte heiß und versprühen einige wenige Spritzer Essigessenz darauf. Sie können sicher sein, dass die Fliegen im Handumdrehen verschwunden sind und der Essiggeruch verfliegt relativschnell. Etwas besser riecht die Variante mit Pfefferminzöl. Damit bestreut man die Erde aller Pflanzen in den betroffenen Zimmern.

Motten

Neben den Lebensmittelmotten (Dörrobstmotten) können auch Kleidermotten zur Plage werden und Textilien anfressen. Damit Motten gar nicht erst den Weg in den Kleiderschrank finden, können Sie Folgendes zur Vorbeugung tun:

Tipps:

  • Kleider öfter im Freien klopfen und bürsten.
  • Räume hell und luftig halten.
  • Schränke regelmäßig lüten, trockene Zitronen- oder Orangenschalen hinein legen.
  • Zedernholz, kleine, mit Lavendel gefüllte Säckchen oder einige Stücke Seife in die Schränke legen. 

Wespen

Wespen gehören zu den Lästlingen in der Wohnung. Die gelb-schwarz gestreiften Hautflügler umschwirren vor allem in den Sommermonaten Lebensmittel und verursachen mitunter schmerzhafte Stiche, die für Allergiker durchaus gefährlich werden können.

In der freien Natur sind Wespen überaus nützlich. Sie ernähren sich von Fliegen, Heuschrecken, Schmetterlingen aber auch von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, wie Obst, Säften, Kuchen und Fleisch. Die Insekten haben vom Nest aus einen Aktionsradius von über einem Kilometer. Ihre Nester bauen sie in Kästen von Rollläden, in Estrichen und auf Dachböden. Um Wespen nicht anzuziehen, sollten Lebensmittel nicht offen stehen. Wirksam sind auch Fliegengitter, die das Einfliegen der Wespen verhindern.

Bekämpfung

Viele Wespenarten stehen unter Natur- und Artenschutz und dürfen nur unter besonderen Vorraussetzungen bekämpft werden. Nur wenn aufgrund der Lage eines Wespen oder Hornissennestes eine unmittelbare Gefahr für den Menschen besteht, ist nach naturschutzrechtlicher Beratung/Prüfung ein Beseitigen der Tiere erlaubt.

Tipps:

  • Fragen Sie deshalb bei Ihrem Ordnungs- bzw. Umweltamt oder beim Naturschutzbund nach. Der Nabu hat einen Wespennotdienst, der unter der Telefonnummer: 986 41 07 zu erreichen ist.
  • Eine Bekämpfung sollte wegen der möglichen Gefährdung ausschließlich von einem ausgebildeten und zugelassenen Schädlingsbekämpfer erfolgen.

Silberfische

Silberfische sind zwar ungeliebte, aber an sich harmlose "Untermieter". Die flinken, lichtscheuen Insekten, die nicht größer als ein Zentimeter sind, halten sich bei Tage in dunklen Ritzen und Fugen, hinter Sockel, Scheuerleisten und losen Tapeten versteckt. Sie bevorzugen Wärme und benötigen höhere Luftfeuchtigkeit; oft sind sie in Küchen, dort unter Kühlschränken, Bädern oder Waschküchen anzutreffen.

Optimale Bedingungen liegen bei 20 bis 30° C und 80 bis 90 % Luftfeuchtigkeit. Schimmelbefall im Haus kann sich auch durch vermehrtes Auftreten von Silberfischen zeigen.

Was tun gegen Silberfischchen?

Häufiges Lüften und Trocken halten der gefährdeten Räume ist ratsam - bei Kälte und Trockenheit ist keine Vermehrung möglich. Kachelfugen und Hohlräume mit der Staubsaugerdüse reinigen.


Tipps:

  • Natürliche Duftstoffe, wie Zitronen und Lavendelöl, halten Silberfische fern.
  • Zucker und Backpulver, zu gleichenTeilen gemischt und ausgestreut, vertreiben sie. Der Zucker lockt die Tiere an, und das Backpulver ist das Gift.
  • Es hilft auch, wenn man Papierstreifen auslegt, die vorher mit Sirup eingestrichen wurden.
  • Ein mit Gips bestreutes, feuchtes, weißes Baumwolltuch ins Badezimmer legen. Darunter sammeln sich die Fischchen und können am nächsten Tag einfach ausgeschüttelt werden.
  • Schalen mit Salmiakwasser vertreiben die Eindringlinge innerhalb von 24 Stunden.

Bettwanzen

Besonders in Berlin sind Bettwanzen auf dem Vormarsch. Durch den Kauf alter Wohnungsutensilien und Gegenstände aus Holz können diese Insekten in die eigenen vier Wände gelangen. Auch von Auslandsreisen, verborgen in Kofferschlössern und Falten von Rucksäcken, werden Bettwanzen häufig mitgebracht. Bettwanzen sind Blutsauger. Die platt gedrückten Insekten, zwischen einem und 7 Millimeter groß, sind gelbbraun bis rotbraun gefärbt. Sie stechenden Menschen meist nachts. Nach dem 5 bis 10 Minuten dauernden Stich wandern die Tiere in ihre Verstecke. Der Stich löst einen Juckreiz aus, der 7 bis 10 Tage andauern kann. Häufig entstehen Quaddeln. Allergiker können heftig darauf reagieren. Soviel man weiß, übertragen Bettwanzen jedoch keine Krankheiten.

Verstecke der Bettwanzen

Die nachtaktiven Tiere leben versteckt in schmalen Spalten und Hohlräumen, in Bettgestellen, Matratzen, Polstern, hinter loser Tapete und Regalen, in Jalousiekästen und Gardinenvorrichtungen. In der Umgebung dieser Verstecke befinden sich häufig rundliche, kleine, braunschwarze Kotflecke, welche sich im Gegensatz zu Fliegenkot nicht abwaschen lassen. Wer alte Möbel kauft oder von einer Fernreise zurückkehrt, sollte diese Gegenstände sowie Koffer und Rucksack einer genauen Kontrolle unterziehen.

Vorbeugen ist besser

Wer Bettwanzen in seinem Schlafzimmer hat, sollte die Betten von der Wand rücken, auseinander nehmen, auf einem hellen Tuch alle Teile ausklopfen und ausbürsten. Hat das Bett Beine, so sollten die mit doppelseitigem Klebeband abgeklebt werden. Ein Futon kann mit solch einem Klebeband umrandet werden. Auch Moskitonetze, die unter dem Bett angebracht werden, haben sich bewährt.

Was tun bei Wanzenbefall?

Bleibt das erfolglos, sollte ein geprüfter Schädlingsbekämpfer beauftragt werden, um die Ausbreitung der Bettwanzen zu verhindern.