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Ausstellungseröffnung auf dem Dragonerareal: Vorstellung des städtebaulichen Konzepts am 18. Juli 2022

Die Kooperationspartner*innen im Modellprojekt Rathausblock haben sich das gemeinsame Ziel gesetzt, das „Dragonerareal“ und die angrenzenden Bereiche im Herzen Kreuzbergs kooperativ und gemeinwohlorientiert zu einem gemischt genutzten Quartier weiterzuentwickeln.

Seit 2019 wurde ein städtebauliches Konzept in einem partizipativen Werkstattverfahren entwickelt und im Anschluss für die Umsetzung und Überführung in den Bebauungsplan überarbeitet und konkretisiert. Den Start sichtbarer Maßnahmen auf dem Dragonerareal – zunächst Abriss und Entsiegelung – nehmen die sechs Kooperationspartner*innen zum Anlass, über den Stand des städtebaulichen Konzeptes zu informieren und die Umsetzungsphase einzuläuten. Als erstes werden im südlichen Bereich durch die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) rund 240 bezahlbare Wohnungen bis 2026 geschaffen.

Eine Ausstellung in der Kiezgalerie hinter dem Finanzamt am Mehringdamm erzählt den Weg zum städtebaulichen Konzept: In einem partizipativen Werkstattverfahren arbeiteten drei Planungsteams von September 2019 bis Januar 2020 an Entwürfen für das neue Quartier. Der Siegerentwurf der Planungsgemeinschaft SMAQ Architektur und Stadt, Man Made Land und Barbara Schindler wurde im Anschluss an den stetig fortschreitenden Planungsstand angepasst und in Teilbereichen konkretisiert. Die Kooperationspartner*innen haben den Überarbeitungsprozess eng begleitet. Unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen mit ihren jeweiligen Auswirkungen wurden mithilfe von Varianten geprüft.

Das städtebauliche Konzept, das sich an der Berliner Blockrandbebauung orientiert und sich zu seiner Mitte öffnet, blieb auch nach der Überarbeitung in seinen Grundzügen erhalten und ist nun bereit für die Realisierung.

Die Ausstellung ist öffentlich, frei zugänglich und kostenlos und ist ab dem 18.7. für circa zwei Monate am Zaun auf der Rückseite des Finanzamtes am Mehringdamm zu sehen.

Hintergrund

Der Rathausblock Kreuzberg mit dem sog. Dragonerareal soll in den kommenden Jahren gemeinwohlorientiert und kooperativ zu einem neuen Stadtquartier entwickelt werden, das Raum für bezahlbaren Wohnungsneubau, Gewerbe, soziale Infrastruktur sowie Flächen für Kultur bereitstellt. Die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure im Modellprojekt ist in einer Kooperationsvereinbarung festgelegt. Diese unterzeichneten Vertreter*innen des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, der damaligen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, des Vernetzungstreffens Rathausblock, Delegierte aus dem Forum Rathausblock, der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH im Juni 2019.

Statements der Kooperationspartner*innen

Christian Gaebler, Staatssekretär für Bauen und Wohnen

„Mit dem nun fortgeschriebenen städtebaulichen Konzept können wir das Ziel, bezahlbare Wohnungen an diesem zentralen Ort zu schaffen, gut umsetzen. Der Siegerentwurf aus dem Werkstattverfahren ist die erwartet gute Grundlage für einen nachhaltigen Städtebau. So konnten die Überarbeitungen und Anpassungen ohne grundlegende Veränderungen der städtebaulichen Idee integriert werden. Die Ausstellung ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen des komplexen Planungsverfahrens und der kooperativen Zusammenarbeit und zeigt, dass auch mit vielen Beteiligten und unterschiedlichen Interessen gemeinsame Lösungen für die Planungsaufgaben gefunden und Voraussetzungen für ein neues, lebendiges und gemeinwohlorientiertes Quartier geschaffen werden können.“

Florian Schmidt, Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg

„Die Überarbeitungszeit des städtebaulichen Entwurfs ist mit etwas über zwei Jahren vergleichsweise lang. Aber durch die eingebrachten Belange der Kooperationspartner*innen konnte einerseits der Entwurf optimiert und andererseits nochmals genauer überprüft werden. Somit kann das Bebauungsplanverfahren und weitere geplante Realisierungswettbewerbe sehr gut mit diesen Ergebnissen weiterarbeiten. Auch für Baugenehmigungsfragen wurden schon einige Aspekte vorgeprüft, so dass wir jetzt bei der anstehenden baulichen Entwicklungen hoffentlich zügig weiterkommen. In diesem kooperativen Werkstattverfahren konnten meiner Meinung nach gute Lösungen gefunden werden, die zukunftsfähig sind. Ich danke den Kooperationspartner*innen und dem Planungsteam von SMAQ / Man Made Land für die intensive Mitwirkung an der Überarbeitung des Entwurfs.“

Pamela Schobeß, Vernetzungstreffen Rathausblock

"Für die Kooperation ist es eine Herausforderung, die vielen Ansprüche an das Modellprojekt unter einen Hut zu bringen. Die Ergebnisse für die baulichen Umsetzungen können sich sehen lassen, auch wenn noch nicht alles abschließend geklärt werden konnte. Die größte Aufgabe besteht darin, den weiteren inhaltlichen und programmatischen Zielen der Kooperation gerecht zu werden, das heißt im Konkreten: Leistbarkeit und Verträglichkeit von Wohnen und Gewerbe und nicht nur bauen, bauen, bauen. Die Kooperation hat sich hier viel vorgenommen. An den Rahmenbedingungen muss daher mit Hochdruck gearbeitet werden. Schöne Verfahren und Pläne sind nicht genug, wenn man auf bestehende und kommende Krisen angemessen reagieren will.

Andrea Jaschinski, Forum Rathausblock

„An den Rathausblock werden von allen Seiten große Ansprüche gestellt: In neuen Häusern viele Wohnungen und unterschiedliches Gewerbe unterzubringen, trotzdem Grün, Artenvielfalt und denkmalwerte Gebäude zu erhalten und eine klimaneutrale Versorgung und Energieerzeugung zu verwirklichen. Dem Städtebaulichen Entwurf ist es zumeist gelungen die Gegensätze zu verbinden und diese Herausforderungen kreativ zu meistern. Jetzt gilt es Wohnen, Leben und Arbeiten mit kurzen Wegen auch sozial zu realisieren – barrierefrei und selbstbestimmt, für Jung und Alt, für Menschen mit kleinem Geld, alternativen Wohnideen und auch für Menschen mit Beeinträchtigungen.“

Birgit Möhring, Geschäftsführerin, BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH

„Den Kooperationspartner:innen des Modellprojektes ist es gelungen, verschiedenste Anforderungen und Bedürfnisse für das städtebauliche Konzept erfolgreich auszutarieren. Hierdurch erhält der Rathausblock die Chance, ein zukunftsweisendes Quartier zu werden, das gleichermaßen Wohnen, Gewerbe, soziokulturelle Angebote und Verwaltungsnutzung auf einer innenstädtischen Fläche ermöglicht. Neben dem Erhalt des bestehenden Gewerbes liegt die nächste große Herausforderung darin, den geplanten Gewerbeneubau zu realisieren – sei es durch die Sicherung der notwendigen Haushaltsmittel oder durch die Unterstützung externer Partner:innen.“

Christina Geib, Geschäftsführerin, WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH

„Das Projekt ist anspruchsvoll: von unterschiedlichen Nutzungserwartungen und hohen Anforderungen an den Denkmalschutz bis zu innovativen Energiekonzepten – und das zu leistbaren Mieten trotz sprunghaft steigender Baukosten. Für diese Herausforderungen braucht es die Kooperation mit ihrer Stärke. Gemeinsam schaffen wir hier ein resilientes, zukunftsfähiges Quartier. Wir freuen uns, nun den Bau von 240 neuen, dringend benötigten  Wohnungen auf dem Baufeld ‚Süd‘ konkret vorbereiten zu können. Wir tragen dabei auch neuen Wohnbedarfen Rechnung, denn 30 Prozent werden gemeinschaftlichen Wohnformen zur Verfügung stehen.“

Weitere Informationen

Das städtebauliche Konzept und die Ausstellungstafeln können Sie hier einsehen und runterladen: https://my.hidrive.com/share/ls4xe62nyy#$/

Statements der Kooperationspartner*innen zum Stand der städtebaulichen Planung erhalten Sie auf unserer Transparenzplattform unter:

www.berlin.de/rathausblock-fk/aktuelles/presseinformationen

Informationen erhalten Sie auch auf den Social-Media-Kanälen Twitter, Instagram und Facebook

https://twitter.com/rthsblck

https://www.instagram.com/rathausblock/

https://www.facebook.com/Modellprojekt-Rathausblock-Kreuzberg-101779409194924

Newsletter des Modellprojekts

Bisher erschienene Newsletter sowie Anmeldung zum Newsletter:

https://www.berlin.de/rathausblock-fk/aktuelles/newsletter/

Pressekontakt:

Martin Pallgen,
Pressesprecher der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen,
Tel. +49 30 90139-4042,
Martin.Pallgen@senstadt.berlin.de

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Pressekonferenz Dragonerareal mit dem Podium
Pressekonferenz Dragonerareal mit dem städtebaulichen Konzept in der Erläuterung
Pressekonferenz Dragonerareal hier die Beteiligten
Pressekonferenz Dragonerareal: die Besucher

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