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Neue Studie: Berliner Großsiedlungen am Scheideweg

In der Studie, die mit Beteiligung der WBM enstand, wurden die sozialen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Entwicklung abgeleitet. Befunde zur Belegungspolitik, zum Wandel der Sozialstruktur und zum ergänzenden Bauen innerhalb vorhandener Nachbarschaften sind zum Teil auch für die bundesweite Diskussion zur Zukunft der Großsiedlungen von Interesse.

Neue Studie des Kompetenzzentrum Großsiedlungen e.V. zu den Berliner Großsiedlungen erschienen.

Mit dieser Studie hat sich Kompetenzzentrum Großsiedlungen den großen Wohnsiedlungen der 1960er bis 1980er Jahre gewidmet, in den rund ein Viertel der Berliner Bevölkerung wohnt und deren Bedeutung für den Berliner Wohnungsmarkt als Ganzes nicht unterschätzt werden darf.

Eine behutsame städtebauliche Planung und intensive Betreuung gepaart mit sensibler Belegungspolitik haben bewirkt, dass die Mehrzahl der großen Wohnsiedlungen in einem baulich guten Zustand ist und der soziale Frieden in den Nachbarschaften gewahrt blieb. Allerdings sind die Veränderungen in der Bewohnerstruktur inzwischen so gravierend, dass sie zur Überforderung der Nachbarschaften führen können.

Hinzu kommen neue Herausforderungen: In den großen Wohnsiedlungen wird beengter gewohnt als in anderen Quartieren. Die Corona-Pandemie wirkt daher als zusätzlicher Katalysator potenzieller Konflikte.

Insgesamt wird deutlich: Die großen Quartiere schultern soziale Leistungen für die Stadt als Ganzes, die infolge der Anspannung auf dem Wohnungsmarkt zugenommen haben. Sie entlasten damit andere Quartiere. Deshalb brauchen sie mehr politische Aufmerksamkeit und Unterstützung anstelle der zuweilen immer noch anzutreffenden Stigmatisierung in der öffentlichen Meinung.

Die Studie belässt es nicht bei der Analyse, sondern gibt Empfehlungen zur Stabilisierung der Nachbarschaften.

Im städtebaulichen Teil belegt die Studie, dass ein überdurchschnittlich hoher Anteil des gesamten gemeinwohlorientierten Berliner Wohnungsneubaus innerhalb der Großsiedlungskulisse stattfindet. Eine heterogene Bauherrenschaft ist eine Voraussetzung für vielfältige Nachbarschaften in geförderten und frei finanzierten Mietwohnungen sowie selbstgenutzten Eigentumswohnungen.

Der wohnungswirtschaftliche Teil skizziert, wie die landeseigenen Wohnungsbauunternehmen mittelfristig bei stagnierenden Mietpreisen und gleichzeitig hohen Investitionen zu Marktpreisen an die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stoßen. Das kann nicht im Interesse der Menschen in den Großsiedlungen sein, die gutes und sicheres Wohnen in gepflegten Beständen erwarten. Eine Verbesserung der Ertragsseite durch eine moderate, an der Zahlungsfähigkeit der Miethaushalte orientierte Erhöhung der Einstiegsmieten würde es ermöglichen, die politischen Ziele Berlins zu erfüllen, die Bewohnerschaft nicht zu überfordern und Spielräume für anspruchsvolles Bauen und Bewirtschaften zurückzugewinnen.

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