Berlin-Mitte.

Die beiden Teile Berlins haben Jahrzehnte um die bessere Stadtgestaltung gewetteifert: Der Westen hat die Otto-Suhr-Siedlung gebaut, der Osten das Heinrich-Heine-Viertel. Den Arbeiterpalästen in der Stalinallee setzte das Hansa-Viertel das Gefühl der Freiheit entgegen. Das höchste Gebäude gelang dem Osten, die Stadtautobahn dem Westen. In diesem Wettkampf ist Hervorragendes entstanden, im Osten wie im Westen. Und mag man auch heute manches anders als seinerzeit bewerten, es bleibt trotzdem eine beachtliche Leistung. mehr ›

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Mitte, ein Bezirk zwischen Kiez und Metropole.

Natürlich ging es nicht um Ästhetik, sondern um Ideen, Machtanspruch und gesellschaftliche Perspektiven. 

Als Axel Springer in der Kochstraße entgegen dem Willen der Besatzungsmächte das erste Berliner Hochhaus errichten ließ, da lagen weite Teile der Innenstadt noch brach. Über beräumte Trümmerfelder hinweg konnte man das Haus sogar vom Alex aus sehen. Erst anderthalb Jahrzehnte später bildeten die 24-Geschosser der Leipziger Straße eine Sichtblende zum Springer-Hochhaus. 

Gerade die Mitte Berlins ist geprägt vom wechselnden Selbstverständnis des Ostens: Rund um den geweiteten Alexanderplatz reihte man Plattenbausiedlungen, im Nikolaiviertel inszenierte man das Mittelalter. In der Wilhelm- und an der Friedrichstraße versuchte man, die Räume einer bürgerlichen Stadt mit dem rechten Winkel nachzuzeichnen. Selbst das Preußische durfte sich ab den Achtzigern wieder putzen, nachdem es schon einmal in den Fünfzigerjahren sehr gefragt war. Die Mitte wurde mit dem Palast des Volkes besetzt als die späte proletarische Antwort auf die Monarchie.

Berlin wurde Anfang der Neunzigerjahre zur Freilichtbühne der größten Stadterneuerungswelle, die Deutschland je erlebt hat. Dies hat vor allem die Mitte der Stadt gründlich verändert: die Friedrichstraße, den Potsdamer und den Pariser Platz, das Regierungsviertel, den Hackeschen Markt und den Gendarmenmarkt und vieles mehr. Die WBM Gruppe war von Anfang an dabei, nicht nur als Zaungast.