Friedrichshain.

Zwischen dem Osthafen und dem Volkspark Friedrichshain, der schon älter als 150 Jahre ist, erstreckt sich eines der bevölkerungsreichsten Stadtgebiete Berlins. Anders als Lichtenberg oder Spandau war Friedrichshain nie ein eigenständiges kommunales Gebilde. Es vereint verschiedene Siedlungskerne und Vorstädte, die bis 1920 fast gar nichts miteinander zu tun hatten. Erst eine Verwaltungsreform machte aus ihnen einen neuen Berliner Stadtteil. mehr ›

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Friedrichshainer Selbstbewusstsein

Das Friedrichshainer Selbstbewusstsein ist kein städtisches: Es gab kein altes Rathaus, wie in Charlottenburg, nicht den Rest einer Stadtmauer, wie in Köpenick oder gar eine Zitadelle, wie in Spandau.

Dafür hatte man industrielle Infrastruktur: Die Knorr-Bremse, den Hafen, die Glühlampenwerke, die riesigen Gleisanlagen zwischen Ostbahnhof und Ostkreuz. Man hatte zwar keine bürgerliche Tradition, dafür umso mehr eine proletarische. In den zwanziger Jahren war der Arbeiterbezirk eine Hochburg von Sozialdemokraten und Kommunisten, die sich mit Nationalsozialisten blutige Auseinandersetzungen lieferten.

Tatkräftige Auseinandersetzungen scheinen eine lokale Eigenart zu sein: In der Friedrichshainer Stalinallee begann der Aufstand vom 17. Juni 1953. In der Mainzer Straße endete 1992 die illegale Besetzung mehrerer Häuser erst nach tagelangen Straßenschlachten.

Ab Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich auch in Friedrichshain eine kulturell vielfältige Szene, die vor allem junge Leute, darunter Studenten und Kreative, in den Stadtbezirk lockte.