Corporate Social Responsibility
Unternehmensverantwortung | Nachhaltig Denken und Handeln.
Wir verstehen Corporate Social Responsibility als aktive Mitgestaltung der Quartiere unseres Immobilienbestands. Dabei stehen die Unternehmensziele einer nachhaltigen Wertigkeit unseres Immobilienbestands und des damit verbundenen sozial intakten Umfelds gleichrangig im Fokus der CSR-Strategie.
Gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.
CSR im Kerngeschäft
Unser Immobilienbestand prägt auch architektonisch das Stadtbild der Berliner Innenstadt. Anerkannte Architekten der Nachkriegsmoderne haben ihre Handschrift an zahlreichen Gebäuden des Unternehmens hinterlassen. Rund 90 davon stehen unter Denkmalschutz.
Mit der Sanierung und Instandsetzung solcher Gebäude übernehmen wir eine gesellschaftliche Verantwortung für das bauliche Kulturgut der Stadt.
Das
» Nikolaiviertel
etwa befindet sich als historischer Kern Berlins zu rund 80 Prozent in unserem Bestand. Hier sorgen wir für eine kulturelle Profilierung des Quartiers, indem wir einen umfangreichen Geschichtspfad durch das Nikolaiviertel realisiert haben. Zudem fördert wir maßgeblich Veranstaltungen vor Ort wie das europaweit größte Geschichtsfestival "Historiale", um Berliner und Besucher auf das Viertel mit seinen gastronomischen Angeboten, Geschäften und Museen aufmerksam zu machen.
Die Übernahme von Verantwortung für das Kulturerbe Berlins zeigt sich auch im Erwerb und der denkmalgerechten Modernisierung des Ensembles "
» Haus des Lehrers (HdL)
» bcc Berliner Congress Center
" am Alexanderplatz. Auf diesem von Hermann Henselmann im Stil der "Internationalen Moderne" 1964 realisierten Hochhaus- und Kuppelbau befindet sich auf einer Fassadenfläche mit 875 m² das größte Wandbild Europas ("Unser Leben") von Walter Womacka. Dieses kunst- und architekturhistorische Zeugnis der DDR-Geschichte hat die WBM im Jahr 2004 aufwändig saniert sowie technisch und strukturell für zukünftige Anforderungen ausgestattet. Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es eine Dauerausstellung im Foyer des "Haus des Lehrers", in welcher das Ensemble und sein Wandbild zugänglich sind.
Zahlreiche unserer Immobilien zeichnen sich durch ihre besondere Geschichte, gesellschaftliche oder kulturelle Bedeutung und Nutzung aus. Mit den unterschiedlichen Anforderungen der Mieter dieser Gebäude (z. B. Künstlerhaus Schwarzenberg) setzten wir uns mit individuellen CSR-Maßnahmen auseinander. Durch Zwischennutzungen jungen Kreativen einen Ort der Entfaltung in Berlin-Mitte zu bieten, hat bei uns seit Jahren Tradition. Außergewöhnliche Kunstprojekte unterstreichen nach unserer Ansicht die kreative Anziehungskraft Berlins und prägen das besondere Flair von Mitte. So haben wir maßgeblich dazu beigetragen, dass sich in Berlins Mitte ein kreativer und kultureller Kern etabliert hat. Aus einstigen Zwischennutzungsprojekten haben sich im Lauf der Zeit zahlreiche renommierte Kunst- und Kulturprojekte wie das Kunsthaus ACUD, die Kalkscheune oder das Künstlerheim Louise etabliert.
CSR in der Mieterschaft
Für die Mitarbeiter der WBM gehört die Vielfalt ihrer Mieter in der Berliner Innenstadt zum Alltagsgeschäft.
So führt Berlin-Mitte mit 44,5 Prozent die Rangfolge
der Stadtbezirke nach Einwohnern mit Migrationshintergrund an. In der Mieterschaft der WBM sind rund 100 Nationen vertreten. Seit mehreren Jahren geben wir daher eine
» Ratgeber-Reihe
für Mieter neben Deutsch auch in den Sprachen Englisch und Türkisch heraus.
CSR am Arbeitsplatz
Um die interkulturellen und intergenerationalen Kompetenzen unserer Mitarbeiter gezielt zu fördern, sind wir im Jahr 2009 der "Charta der Vielfalt" beigetreten. Die WBM unterzeichnet damit für eine positive Besetzung der Themen "Vielfalt und Diversity". Demnach gelten Wertschätzung und Respekt gegenüber den Mitarbeitern als Basis der Unternehmenskultur und einer Personalentwicklung, die den vielfältigen Fähigkeiten der Mitarbeiter gerecht wird.
Das Chancendenken über gesellschaftliche Vielfalt auch außerhalb des Unternehmens wird vor allem in den Kommunikationsaktivitäten der WBM genutzt und
ist strategisch in einem engagierten Quartiersmanagement verankert. Darüber hinaus pflegen wir auch zum Thema „Diversity“ Kontakte mit Vereinen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der eigenen Mieterschaft.
Zur betrieblichen Chancengleichheit zählt für die WBM aber auch der Anteil an 44 Prozent Frauen in Führungspositionen. Für die Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs für den zukünftigen Personalbedarf hat das Unternehmen neben der klassischen Berufsausbildung duale Studiengänge in sein Ausbildungsprogramm aufgenommen. Außerdem hat die WBM mehrere Mitarbeiter als Schwerbehindertenvertreter beauftragt. Diese nehmen kontinuierlich an Schulungen teil und lassen ihre Erfahrungen auch in Sitzungen des Betriebsrates und in Betriebsvereinbarungen mit einfließen. Damit fördern wir den Informationsaustausch und die Sensibilisierung zum Thema Behinderung unter allen Mitarbeitern.
Als aktives Mitglied der Unternehmensinitiative „mehrwert Berlin“ hat die WBM gemeinsam mit anderen öffentlichen Unternehmen ihre Erfahrungen mit CSR am Arbeitsplatz in den Programmschwerpunkt 2010 („Gute Arbeit“) eingebracht.
CSR in der Umwelt
Seit zwei Jahrzehnten reduziert die WBM kontinuierlich den CO2-Ausstoß in ihren Beständen. In diesem Zeitraum konnte der durchschnittliche Energieverbrauch bei Gebäuden von ca. 200 kWh/m²/Jahr (1990) auf heute ca. 100 kWh/m²/Jahr (2010) halbiert werden.
Diese wesentlichen umweltrelevanten Investitionen unternimmt die WBM durch
Umbaumaßnahmen, Modernisierung und Instandsetzung ihrer Immobilien (vor allem Fassadendämmung, Dachgeschoss- und Kellerdeckendämmung sowie Fensteraustausch). Zum Umweltmanagement der WBM gehören außerdem die Erneuerung und Modernisierung von Warmwasseraufbereitungsanlagen und Heizanlagen sowie die Umstellung auf Fernwärmebezug (mittlerweile bei über 70 Prozent des Wohnungsbestands). Die Einsparung von rund 50 Prozent an Heizenergie reduziert den CO2-Ausstoß um über 30.000 t CO2/Jahr.
Durch die Umstellung der eigenen Unternehmenszentrale auf Wärmelieferung aus Kraft-Wärme-Kopplung konnten wir auch im eigenen Geschäftsbetrieb den Ausstoß von Feinstaub und CO2 deutlich verringern.
CSR in Kultur, Sozialem und Kommunikation
In der Kommunikationsabteilung der WBM vernetzt sich die CSR des Unternehmens: Hier treffen strategische CSR-Maßnahmen der Geschäftsführung, Kontakte und Erfahrungen aus der Mitwirkung an CSR-nahen Initiativen sowie der Stakeholder-Dialog der WBM mit Kulturschaffenden und sozialen Organisationen aufeinander.
Die vielfältigen Förderungen für Kultur und Soziales durch die WBM beschränken sich dabei nicht alleine auf Spenden und Sponsoring,
sondern greifen auch in das Kerngeschäft ein, wie der (zum Teil temporären) Nutzung des Immobilienbestands. Bereits in den Umbrüchen im Ostteil von Berlin-Mitte nach der Wiedervereinigung Deutschlands, haben wir maßgeblich durch Zwischennutzungen und gezielte Mietvereinbarungen an der Etablierung von Kunst und Kultur im Stadtkern mitgewirkt. Dieses Engagement setzt die Immobiliengesellschaft weiterhin im kleinen und großen Rahmen fort. Die jüngsten künstlerischen Bespielungen im „Haus der Vorstellung“ oder die Präsentation von Gegenwartskunst im ehemaligen „Haus Ungarn“ haben ein enormes Interesse der Kunstszene auf sich gezogen.
Die WBM geht auch mit kontroversen Themen offen um und beauftragt beispielsweise junge Street Art Künstler, die ansonsten lediglich als „Vandalen“ von Wohneigentum gelten, kooperativ mit Gestaltungsaufgaben an Gebäudefassaden. Auch das Thema „Plattenbau“ wird von uns in Kommunikationskampagnen mit unabhängigen Experten beleuchtet, wobei es in diesem Bereich des innerstädtischen Immobilienbestands darum geht, Klischees abzubauen und sozialen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der klassischen Dokumentation denkmalgeschützter Gebäude vor allem in Zusammenarbeit mit Architekturverlagen, baut die WBM ihre Kommunikation auch in den Medien Film und Internet aus. So haben wir bislang eine Reihe von Doku-Filmen in Auftrag gegeben, die vor allem über das gesellschaftliche oder künstlerische Engagement von Mietern der WBM berichten.